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Gute Gründe

Artikeldetail

Bezeichnung Heft 34 - Verbundlose Vorspannung im Hochbau - Freie Spanngliedlage
Beschreibung

In Bezug auf die Anwendung des Spannbetons im Hochbau - im Gegensatz zum Brückenbau - befinden sich weite Teile Europas, insbesondere die deutschsprachigen, im Vergleich zu Nordamerika und Asien im Zustand eines Entwicklungslandes.

 

Möglicherweise liegt ein wesentlicher Grund darin, dass man die Zielvorstellungen der Spannbetonbauweise im Brückenbau für die Aufgaben im Hochbau einfach übernommen hat.

 

Es war und ist nun das wesentliche Verdienst von Herrn Prof. Wicke und seinen Mitarbeitern, diese Zielvorstellungen hinterfragt und neu formuliert zu haben. Mit dem Begriff der "Freien Spanngliedlage" ist dies in hervorragender Weise gelungen: Nicht mehr weitgehende Rissefreiheit wie im Brückenbau ist das Ziel, sondern die Beherrschung der auftretenden Durchbiegungen. Diese Idee vereinfacht in verblüffender Weise die Planung, Konstruktion und Bauausführung vorgespannter Hochbauten - ohne auf die anerkannten Vorteile der Spannbetonbauweise verzichten zu müssen.

Im Vertrauen auf die damit verbundene optimale Wirtschaftlichkeit dieses Verfahrens haben die drei in Österreich zugelassenen Spannverfahren im Rahmen der Sektion Spannbeton des Österreichischen Betonvereins die erforderlichen Versuche unterstützt und die Ergebnisse in ihren Zulassungen aufgenommen.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten ebenso wie die Österreichischen Bundesbahnen, die HL AG sowie Vertreter der Landesregierungen haben durch ihre Mitarbeit das Projekt gefördert und zur Umsetzung in die Praxis beigetragen.

 

Aus den bereits erwähnten Vereinfachungen, welche die "Freie Spanngliedlage" für alle am Bauvorhaben Beteiligten erbringt, ergibt sich eine Kostenreduktion bei den ausführenden Firmen und damit eine hohe Wirtschaftlichkeit für den Bauherrn.

 

Zwei die Ausführung betreffende Vereinfachungen sollen hier nochmals dargestellt werden:

 

- Verzicht auf eigene Abstandhalter der verbundlosen Spannkabel, da diese nur im Feld an der unteren und über der Stütze an der oberen schlaffen Bewehrung zu fixieren sind und

 

- damit ist es möglich, diese einfache Montage der Spannkabel vom vom Schlaffstahlverleger im Zuge seiner Arbeiten vornehmen zu lassen. Der Anteil der Spannfirmen besteht dann in der Materiallieferung, im Einweisen für die Montage und dem Aufbringen der Vorspannung.

 

Die genannten Vorteile führen - wie erste Ausführungen bereits bewiesen haben - zu einer Kostenreduktion der Vorspannarbeiten gegenüber der bisherigen Ausführungsweise um ein Drittel und mehr.

 

Einen wesentlichen Anteil, ob dieses in Österreich entwickelte und zur Ausführungsreife gebrachte Verfahren bei uns und im restlichen Europa die ihm zustehende Verbreitung finden wird, liegt nun bei den Planern und Projektanten.

Ausgabedatum September 1998
 
 
Preise
Medium Netto USt. Anzahl
Heft € 20,00 10
Download € 17,50 20
 
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